Fördermitglieder helfen dauerhaft


Deutsche Hirntumorhilfe e.V. - Facebook


Veranstaltungsticket der DB

News - Neue WHO-Klassifikation in Aussicht

Zusammenfassung der nächsten WHO-Klassifikation veröffentlicht

In der Zeitschrift Neuro-Oncology ist eine Zusammenfassung der fünften Auflage der Klassifikation von Tumoren des zentralen Nervensystems der Weltgesundheitsorganisation WHO veröffentlicht worden, die im Laufe dieses Jahres in ihrer Gesamtheit erscheinen soll. Diese Klassifikation baut auf früheren Ausgaben der WHO-Klassifikation und den Empfehlungen des cIMPACT-NOW-Konsortiums (Consortium to Inform Molecular and Practical Approaches to CNS Tumor Taxonomy) auf.

 

Wichtigste Neuerung ist die gestärkte Rolle der Molekulardiagnostik bei der Klassifizierung von Hirn- und Rückenmarkstumoren. Gleichzeitig bleibt aber auch die fünfte Auflage der WHO-Klassifikation anderen etablierten Ansätzen der Tumordiagnose wie der Histologie und der Immunhistochemie treu. Es werden einige neue Ansätze sowohl für die Nomenklatur als auch für die Einstufung von ZNS-Tumoren eingeführt, sowie die Bedeutung integrierter Diagnosen und mehrschichtiger Berichte betont. Einige neue Tumortypen und Subtypen werden eingeführt, von denen manche auf neuen Diagnosetechnologien wie dem DNA-Methylom-Profiling basieren. Andere bisher bekannte Entitäten werden wiederum gestrichen.

 

Die wichtigsten Änderungen umfassen unter anderem die molekulare Definition von Glioblastomen sowie die Etablierung zweier neuer Tumorentitäten je nach Histon-Mutationsstatus.

 

Für Gliome rückt die Unterscheidung nach dem Isozitratdehydrogenase(IDH)-Status an die Spitze der Klassifikation. Das bedeutet, dass diffuse astrozytäre und oligodendrogliale Tumoren im ersten Schritt in IDH-mutiert und IDH-Wildtyp unterteilt werden. Glioblastome sind mit der neuen WHO-Klassifikation immer IDH-wildtypisch, die Bezeichnung des IDH-mutierten Glioblastoms wird folglich abgeschafft.

 

Zu den neu etablierten Entitäten gehören das Histon-3 K27M-mutierte diffuse Mittellinien-Gliom und das Histon-3.3 G34-mutierte diffuse hemisphärische Gliom. Es ist anzunehmen, dass diese beiden früher als Glioblastom diagnostiziert worden sind.

 

Die vorliegende Übersichtsarbeit fasst die wichtigsten allgemeinen Änderungen in der fünften Auflage der Klassifikation von 2021 sowie die spezifischen Änderungen in den einzelnen taxonomischen Kategorien zusammen.

Quelle

Louis DN, Perry A, Wesseling P, et al. The 2021 WHO Classification of Tumors of the Central Nervous System: a summary. Neuro-Oncol 2021;noab106. doi: 10.1093/neuonc/noab106

zurück zur Startseite des News-Tickers

Aktuelles

PCV beim Gliom Grad 2

Alleinige Chemotherapie wirksam

> read more

Cannabinoide beim Glioblastom

Erste Studiendaten zu Nabiximols und TMZ

> read more

Tumortherapiefelder

Lebensqualität und die Behandlung mit elektischen Wechselfedern

> read more