Elektrische Wechselfelder

TTF in der Primärbehandlung des Glioblastoms


Tumortherapiefelder: Stellungnahme der Deutschen Hirntumorhilfe

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Bei den sogenannten Tumortherapiefeldern (TTF) handelt es sich um eine lokale, physikalische Methode, bei der aufgrund elektrischer Wechselfelder mit einer Frequenz von 200kHz die Zellteilung im Rahmen der Erstbehandlung des Glioblastoms gehemmt werden soll. Dafür werden dauerhaft 36 Elektroden mittels vier Heftpflastern auf die kahl rasierte Kopfhaut geklebt (siehe Abbildung 1). Sie sind über Kabel mit einem Steuergerät verbunden, welches der Patient mindestens 18 Stunden täglich, am Körper tragen sollte. Der Akku wird viermal täglich, die Heftpflaster alle drei bis sechs Tage, gewechselt.

 

Die Untersuchung EF-11 [2012] der elektrischen Wechselfelder an GBM-Patienten in der Rezidivtherapie konnte im Vergleich zur Standardtherapie keinen Nutzen der Behandlung mit elektrischen Wechselfeldern belegen.

 

Das Ergebnis der klinischen Studie EF-14 [2017] bei Patienten mit neu diagnostiziertem Glioblastom zeigte, dass TTF bei dieser Untersuchung das mediane, progressionsfreie Überleben und das mediane Gesamtüberleben um 2,7 Monate bzw. 4,9 Monate verlängern. Trotzdem wird der Einsatz diese Methode in der Primärtherapie bei Glioblastompatienten kontrovers diskutiert. Dies liegt an der fehlenden Verblindung und der fehlenden Placebokontrolle der EF-14 Studie, dem teilweise ungeklärten Wirkmechanismus sowie der individuell abhängigen Beeinträchtigung der Lebensqualität der Patienten.

 

Laut den neuroonkologischen Fachgesellschaften zeigen alle bislang veröffentlichten Daten, dass sich am grundsätzlich palliativen Vorgehen durch den Einsatz der elektrischen Wechselfelder nichts ändert und die Behandlung nicht zu einer Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen führt.

 

Weitere Informationen erhalten Sie beim Hirntumor-Informationsdienst telefonisch unter 03437.702 702.


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Abb. 1 - Keramik-Gel-Pads werden für die TTF-Therapie positioniert. (© NovoCure)

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